Vom Kampf zu Frieden und Freiheit: Warum Akzeptanz der erste Schritt echter Veränderung ist

Akzeptanz

Artikel teilen

Warum Akzeptanz der erste Schritt echter Veränderung ist

Jeder kennt solche Situationen: eine Partnerschaft läuft nicht so, wie wir es uns wünschen. Eine Person legt immer wieder ein Verhalten an den Tag, das uns ärgert oder verletzt. Das Leben hat Herausforderungen parat, die wir lieber nicht hätten. Und manchmal sind wir blitzschnell in Kampf und Abwehr.

Der Fokus liegt voll und ganz auf dem Ungewollten und so kreisen die Gedanken nur um das eine: Das, was nicht gewollt ist.

Vielleicht fragen wir uns, warum gerade uns das passiert. Wir wünschen uns eine andere Diagnose, dass jemand sich anders verhält, mehr Gerechtigkeit und noch so manches andere.

Widerstand hält gefangen und bindet Energie

Um eine Herausforderung anzunehmen muss man sie nicht gutheißen. Es bedeutet auch nicht, mit allem einverstanden zu sein oder keine klaren Grenzen zu setzen.

Akzeptanz bedeutet erst einmal nur:

„Ich nehme die Situation an, so wie sie jetzt gerade ist.“

Dieser Schritt ist der Wichtigste um in die Veränderung und damit in die Lösung des Problems zu kommen.

Solange wir noch im Kampfmodus sind beschäftigen uns Fragen wie:

  • Das ist unfair!
  • Warum ich?
  • Das ist ungerecht!
  • Kann er/sie nicht einfach…?
  • Wie kann das sein?

Diese Gedanken sind nachvollziehbar und zutiefst menschlich. Doch sie halten den Fokus weiterhin auf das Ungewollte gerichtet. Unsere Energie folgt immer der Aufmerksamkeit. Dadurch wird manches Schwierige noch schwieriger.

Wer kämpft verliert!

Kampf und Abwehr verändern weder Diagnosen noch Personen oder anderes. Dabei kann der Preis fürs Kämpfen hoch sein: Situationen verschärfen sich, Gedanken kreisen nur noch um einen Konflikt, Zeit und Energieaufwand sind hoch und führen in der Regel zu nichts.

Akzeptanz ist keine Kapitulation

Viele Menschen glauben, dass etwas zu akzeptieren aufzugeben bedeutet. Doch sobald Akzeptanz da ist, wird es möglich den Fokus zu verlagern.

Mit der Veränderung des Blickwinkels tauchen andere Fragen auf, zum Beispiel:

  • Was kann ich beeinflussen?
  • Wie kann ich meine Einstellung / mein Verhalten ändern um mich besser zu fühlen?
  • Welche Grenze möchte ich anderen setzen?
  • Woran halte ich noch fest und darf es loslassen?
  • Welche Möglichkeiten habe ich?
  • Wer kann mir in meiner Situation weiterhelfen?

Hier beginnt Selbstverantwortung und es entsteht persönliches Wachstum.

So kann sich aus einer schwierigen Situation ein neuer Weg, ein besseres Umfeld, schönere Lebensumstände oder ähnliches entwickeln.

Alles steht und fällt mit einer Entscheidung

Mit der Entscheidung zu hadern und zu grollen oder anzunehmen und nach vorne zu schauen.

Eine Wahl mit zwei Optionen, die gegensätzlicher nicht sein können.

Kampf und Abwehr sind nicht nur im Außen

Wie oft kämpfen wir im Innen; wie oft bekämpfen wir uns selbst?

Die eigenen Gefühle und Empfindungen, die weggedrückt werden. Wer kennt sie nicht, Empfindungen wie Wut, Zorn, Enttäuschung, Verzweiflung, Traurigkeit? Und wer drückt sie nicht gerne weg?

Die Gründe dafür sind vielfältig, das Ergebnis ist immer Dasselbe. Es tut uns nicht gut und alles Weggedrückte begleitet uns so lange, bis wir es annehmen und würdigen.

Aber auch, wo wir unsere eigenen Grenzen missachten, etwas tun, das wir eigentlich nicht tun wollen, Verantwortung übernehmen, die nicht unsere ist, kämpfen wir gegen uns selbst.

Vom Kampf zu Frieden und Freiheit

Persönliche Veränderung beginnt mit dem Mut, den Kampf zu beenden beziehungsweise gar nicht erst in den Kampf zu ziehen.

Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt: der Annahme

Dieser erste Schritt kann sich anfühlen wie ein Befreiungsschlag. Die freigewordene Energie steht ab sofort für Neues zur Verfügung:

  • für Lösungen,
  • für Entscheidungen,
  • für Veränderung,
  • für Kreativität,
  • für Selbstfürsorge,
  • für neue Beziehungen,
  • für persönliche Entwicklung

Der Weg vom Kampf zu Frieden und Freiheit

beginnt mit einer klaren inneren Entscheidung!

Drei Fragen, die sofort neue Perspektiven ermöglichen:

Nicht alles bedarf sofort einer Lösung. Wenn Du in einer Herausforderung steckst, nimm‘ Dir Zeit für folgende Fragen:

  1. Wogegen kämpfe ich gerade?

Ist es wirklich die Situation oder mein Wunsch, es anders haben zu wollen?

  1. Was davon kann ich nicht ändern?

Andere Personen, die Vergangenheit, eigene Erfahrungen, eine Diagnose, eine Tatsache, die bereits eingetreten ist…

Benenne ehrlich, was Du nicht kontrollieren kannst und spüre die Entlastung, die dadurch entsteht.

  1. Was wird möglich, wenn ich aufhöre zu kämpfen?

Wenn der Kampf endet kommen die Gedanken zur Ruhe. Der Kopf wird wieder klar – der Blick wird für mögliche Lösungen geschärft.

Jetzt geht es um Fragen, die Dich wirklich weiterbringen:

Was möchte ich erreichen?

Wie sieht ein möglicher erster Schritt in diese Richtung aus?

Welche Entscheidung darf ich treffen?

Veränderung beginnt dort, wo Widerstand und Abwehr enden

Herausforderungen gehören zum Leben dazu und lassen sich nicht vermeiden. Genauso wenig wie wir Menschen verändern können oder wie wir nicht verhindern können, dass das Leben anders verläuft als geplant.

Jedoch können wir lernen, anders damit umzugehen.

Wer ständig gegen das kämpft, was bereits ist, bleibt in der aktuellen Situation gefangen.

Wer annimmt, was nicht zu ändern ist, gewinnt Energie für das, was tatsächlich verändert werden kann.

Wer kämpft verliert:

Zeit – Kraft – Energie  – den Blick für die Lösung – sich selbst

Wer annimmt gewinnt:

Handlungsfähigkeit – Klarheit – Selbstbestimmung – Frieden – Freiheit

Was, wenn genau hier die wichtigste Veränderung beginnt?

Nicht indem wir die Gegebenheiten verändern, sondern in dem wir unsere Denkweise ändern, zu dem was uns begegnet?

Weitere Beiträge

Aufbruchstimmung

Aufbruchstimmung im Leben

Aufbruchstimmung – nichts wie weg? Nichts ist mehr wie es war Ist Ihr Leben durch unterschiedliche Einflüsse aus den Fugen geraten? Aufbruchstimmung und Veränderungen kommen und gehen, manchmal mit gravierenden

Weiterlesen »
Abgrenzen

Abgrenzen – Nein sagen

Abgrenzen – Kennen Sie das Gefühl, anderen so nah zu sein, dass Sie keine Grenzen spüren? Manchmal kann das Leben ganz schön anstrengend sein. Zum Beispiel dann, wenn Sie ein

Weiterlesen »

#Stressbewältigung